Intensivwochen “Konduktive Förderung nach Petö”

Bereits in den Jahren 2017, 2018 und 2019 hat die  Drachenreiter gGmbH konduktive Förderwochen jeweils im Zeitraum der Berliner Sommerferien angeboten.

Durch die regelmäßige Durchführung der Intensivwochen konduktive Förderung nach Petö beabsichtigen wir diesen Förderansatz den entsprechenden Kindern in Berlin zugänglich zu machen und die Konduktive Förderung in Berlin weiter bekannt zu machen.

Im Sommer 2020 bieten wir zum 4. Mal  2 Intensivwochen zur Förderung für Kinder mit Diagnosen im Bereich motorische Entwicklung und Mehrfachdiagnosen an:

Wann: 06.07.-17.07.2020 (in den Berliner Sommerferien)

Der Kurs ist als Eltern-Kind-Gruppe konzipiert.

Bei entsprechendem Mehrbedarf kann der Kurs gegebenenfalls  um eine 3. Woche erweitert werden.

Aufgrund der bereits hohen Nachfrage für das aktuelle Angebot im Sommer 2020 planen wir in den nächsten Jahren zusätzliche Förderwochen in den Oster- und Sommerferien, damit weitere Kinder an diesem Förderangebot teilhaben können.

Die Konduktive Förderung ist für Kinder mit folgenden Diagnosen geeignet:

  • Spastischen Bewegungsstörungen (Zerebralparese)
  • Spina bifida
  • Schlaganfall
  • Problemen durch Frühgeburt
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • weiteren motorischen Beeinträchtigungen.

 

Was ist die Konduktive Förderung?

Die Konduktive Förderung nach Petö ist ein inklusiv ausgerichteter Förder-Ansatz für Kinder und Erwachsene mit Hirnschädigungen und damit einhergehenden körperlichen Beeinträchtigungen, sowie Sinnes- und Mehrfachbeeinträchtigungen.

Die Grundlagen der konduktiven Förderung (KF) wurden von dem ungarischen Neurologen und Pädagogen Prof. Dr. András Petö in den 1940er Jahren geschaffen. Er hat in Ungarn ein komplexes Fördersystem entwickelt, das von der Geburt an bis ins Erwachsenenalter angewandt wird. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch als Persönlichkeit und nicht die Diagnose.

Die Konduktive Förderung ist speziell als Gruppen-Förderung und grundsätzlich inklusiv angelegt. Die konduktiven Gruppen werden von KonduktorInnen geleitet, die in Ungarn ein 4jähriges Studium absolvieren. Seit Oktober 2017 gibt es einen grundständigen Studiengang „Heilpädagogik BA mit Schwerpunkt Konduktive Förderung und Inklusion“ auch in Deutschland an der Ev. Hochschule Nürnberg.

Weitere Infos finden Sie unter: http://bkf-petoe.de/

Ziel und Ansatz der Konduktiven Förderung:

Leben mit Behinderung bedeutet  leider noch viel zu oft, dass die Person im Alltag (Essen, Ankleiden, Duschen, Schreiben, Spielen, Einkaufen, Wechseln zwischen den Fernsehkanälen) von anderen abhängig ist. In der Förderung geht es daher um das Ausbilden von Fertigkeiten auf mannigfaltige Art und Weise, um eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erlangen. Dies geschieht mit speziell angefertigten Möbeln, die dem Kind ermöglichen Spiele, Übergänge und Bewegungen selbstständiger, d.h. mit so wenig Hilfe, wie möglich, auszuführen.

 

Ablauf der Intensivwochen:

Die Förderung findet in den 2 Wochen jeweils von Montag bis Freitag vormittags je 4 Std./täglich statt.

Wir planen einen Unterstützungsschlüssel von 1 KonduktorIn für 4 Kinder, um den häufig sehr unterschiedlichen Bedarfen der teilnehmenden Kinder gerecht zu werden.

Neben den gruppenbezogenen Übungen liegt der Fokus auf Übungen in Klein- und Zweiergruppen, um die individuellen Kompetenzen der Kinder optimal fördern zu können. Die Übungen sind sehr spielerisch aufgebaut und gut auf den häuslichen Alltag übertragbar. Die Übungen werden häufig durch Gesang und Rhythmus begleitet, um die Lernbereitschaft des Gehirns zu stimulieren.

Die Konduktoren beziehen neben den motorischen, immer auch die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten der Kinder mit ein und können somit jedes Kind in der Gruppe ganzheitlich fördern.

Termine, Kosten und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer auf der rechten Seite ->