Intensiv-Sommercamp Konduktive Förderung nach Petö

In den Berliner Sommerferien 2018 fand das erste Sommercamp Konduktive Förderung nach Petö der Drachenreiter gGmbH statt. Gemeinsam trainierten 5 Kinder in einer Eltern-Kind Gruppe mit zwei Konduktorinnen. Am Nachmittag wurden 2 weitere Kinder in Einzelstunden gefördert. Es waren 2 erfolgreiche, spannende und herausfordernde Wochen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Bericht zum Sommercamp unter dem Punkt “Informationen & Termine” in der Seitenleiste. Das Sommercamp wurde durch die Elsbach Stiftung finanziell unterstützt. Wir danken der Elsbach Stiftung herzlich für die Förderung und Kooperation!

Wir planen ein weiteres Sommercamp in 2019, Informationen dazu finden Sie ab Dezember 2018 auf dieser Seite.

Die Konduktive Förderung ist geeignet für Kinder mit

Spastischen Bewegungsstörungen (Zerebralparese) – Spina bifida – Schlaganfall – Problemen durch Frühgeburt – Schädel-Hirn-Trauma und weiteren motorischen Beeinträchtigungen.

Was ist die Konduktive Förderung?

Die Konduktive Förderung nach Petö ist ein inklusiv ausgerichteter Förder-Ansatz für Kinder und Erwachsene mit Hirnschädigungen und damit einhergehenden körperlichen Beeinträchtigungen, sowie Sinnes- und Mehrfachbeeinträchtigungen.

Die Grundlagen der konduktiven Förderung (KF) wurden von dem ungarischen Neurologen und Pädagogen Prof. Dr. András Petö in den 1940er Jahren geschaffen. Er hat in Ungarn ein komplexes Fördersystem entwickelt, das von der Geburt an bis ins Erwachsenenalter angewandt wird. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch als Persönlichkeit und nicht die Diagnose.

Die Konduktive Förderung ist speziell als Gruppen-Förderung und grundsätzlich inklusiv angelegt. Die konduktiven Gruppen werden von KonduktorInnen geleitet, die in Ungarn ein 4jähriges Studium absolvieren. Seit Oktober 2017 gibt es einen grundständigen Studiengang „Heilpädagogik BA mit Schwerpunkt Konduktive Förderung und Inklusion“ auch in Deutschland an der Ev. Hochschule Nürnberg.

Weitere Infos finden Sie unter: http://bkf-petoe.de/

Auf meinen eigenen Beinen stehen

Leben mit Behinderung bedeutet häufig, dass man im Alltag (Essen, Ankleiden, Duschen, Schreiben, Spielen, Einkaufen, Wechseln zwischen den Fernsehkanälen) von anderen abhängig ist.

Ziel der Konduktiven Förderung ist, die Fertigkeiten auf ganz verschiedene Art und Weise zu entwickeln, um eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erlangen. Dies geschieht mit speziell angefertigten Möbeln, die dem Kind ermöglichen Spiele, Übergänge und Bewegungen mit wenig Hilfe aus zu führen.

Die Konduktoren beziehen neben den motorischen, immer auch die kognitiven und emotionalen Fähigkeiten der Kinder mit ein und können somit jedes Kind in der Gruppe ganzheitlich fördern.

 

Die Konduktorinnen

Gemeinsam mit der Konduktorin Csilla Tombor möchten wir die Konduktive Förderung in Berlin weiter etablieren und bekannt machen. Frau Tombor führte bereits in 2017 ein konduktives Sommercamp in Berlin durch. Das Sommercamp 2018 leitete sie gemeinsam mit Frau Erika Fabók-Tóth.

Mit großem Engagement arbeitet Csilla Tombor bereits seit 7 Jahren als Konduktorin in den USA, Ungarn, Deutschland, Italien und der Schweiz. Ihre Arbeitsweise ist geprägt durch Spaß und Spiel, so dass die Kinder meist gar nicht merken welch harte Arbeit sie in der Förderung leisten, gemäß ihrem Leitsatz: Wenn man genießt, was man macht, dann ist es schwer zu erkennen, wie hart es tatsächlich ist. Weitere Informationen ihrer Arbeit finden Sie unter: www.conductiveprogram.ch

Termine, Kosten und weitere Informationen:

Wir planen das Sommercamp zu einem regelmäßigen Angebot zu etablieren, dass jährlich in den Sommerferien stattfinden soll. Ab Dezember 2018 gibt es hier weitere Informationen dazu.

Maike Dieckmann
Drachenreiter gGmbH
Alex-Wedding-Str. 3
10178 Berlin

Tel.: 030/ 400 420 24, Di.-Do. 9-14 Uhr

Mobil: 0176/ 313 11 335

Email: m.dieckmann@drachenreiter.berlin